Kreativität, Gelassenheit und Ironie

Helmut Mander (Jahrgang 1956) entdeckte sein Talent, „Gedanken in Figuren auszudrücken“, im Jahre 1998. Ein Skulpturenkurs bei Frau Stern in Fritzlar gab den Anstoß zur künstlerischen Arbeit. Als gelernter Konditor hatte er Erfahrungen im Umgang mit Formen und Farben. 1999 absolvierte er einen weiterführenden Lehrgang bei dem Kunstdozenten Jacques Berndorff in Dillenburg.Seit 2004 entstehen seine Werke im eigenen Atelier in Burghasungen.

 

Für den Justizhauptwachtmeister im Kasseler Landgericht ist die Kunst mehr als nur ein Hobby: „Mich fasziniert, was meinen Händen entspringt.“ Er formt seine „zweideutigen“ Werke, wie er sie nennt, aus Ton, Metall, Porzellan und Holz. In eine Schublade lässt er sich nicht stecken, er sieht sich weder als Töpfer noch als Bildhauer. Oft kombiniert er mehrere Materialien. Mitunter sind in Tonoberflächen Halbedelsteine oder schlichte Nägel aus Metall eingearbeitet. Durch selbst hergestellte Engoben oder Pulverlasuren entwickeln seine Arbeiten eine besondere Anziehungskraft.

Inspiration holt er sich auf Reisen nach Kenia, Ägypten, Tunesien oder Italien. Dort schaut er den einheimischen Töpfern beim Verarbeiten des Tons, beim Brennen oder Glasieren über die Schulter, zu Hause probiert er die teilweise Jahrhunderte alten Techniken in der eigenen Werkstatt aus. Exotische Formen und Farben aus fernen Gegenden finden sich in seinen Werken wieder.

Seine reiche und vielgestaltige Formsprache entwickelte er in einer jahrelangen Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und dem seiner Zeitgenossen. Kaum ein Thema wiederholt sich, die meisten Stücke sind Unikate. Sie regen den Betrachter an, Gewohntes aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Vieles ist erst auf den zweiten Blick zu entschlüsseln. Mal verarbeitet Mander mythische Themen, etwa mit „Christus am Eichenbalken“, der seine Augen mit den Händen verschließt. Sehr oft wählt er ironische Motive. Eine seiner Lieblingsfiguren ist der Teufel im Kochtopf, der darin zum Teufelsbraten wird. Dem ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily setzte er mit der Plastik „Otto – die Schote“ ein nicht ernst gemeintes Denkmal.

Die Presse schreibt über Mander: „In seinen Werken vereinen sich Kreativität, Gelassenheit und Ironie.“ Seine Tonskulpturen, hieß es in der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen „erinnern an die Arbeiten Rodins, allerdings mit weniger Dramatik und Schwere.“ Andere Betrachter finden Anklänge an die Skulpturen von Giacometti.

Inzwischen sind Manders Werke in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und im Ausland zu sehen gewesen, sowohl in Einzel- wie in Gruppenausstellungen, etwa gemeinsam mit der Künstlergruppe Plexus, ein loser Zusammenschluss  von 14 Profi- und Hobby-Künstlern. Seit 2010 arbeitet er mit der Kasseler Malerin Christa Purschke zusammen.

Ausstellungen:

Wasserschloss Wülmersen

Galerie „Im Alten Stall“, Trendelburg-Eberschütz

Wandelhalle Bad Wildungen-Reinhardshausen

St. Jorry de Chalais, Limoges/Frankreich

Weingut Lutz, Obererdingen

Kulturverein Wolfhagen

Galerien in Hofgeismar

Landgericht Kassel

Hansa Haus, Kassel

Evangelisches Vereinskrankenhaus Hann. Münden

Diakonissenkrankenhaus Kassel

Kunst im Garten, Burghasungen

Ausstellung in Mandern bei Fritzlar

Hotel Rothstein, Kassel

Autohaus Baumann, Hofgeismar

Altes Kraftwerk Borken

Galerie Purschke, Kassel

Kasseler Frühjahrsmesse

Licht+Kunst, Vellmar

Rathaus Baunatal

Rathaus Zierenberg

Raiffeisenbank Habichtswald-Ehlen

Burg Hardeg Hardegsen

Kloster Willebadessen

Schloß Herdringen

Raiffeisenbank Korbach

Rathaus Dörnberg

Café am Bebelplatz

Hofgut Hohenhaus

Rathaus Fuldabrück

Herbst Festival Osterode

Kunstwoche Kleinsassen

Seerosen Festival Rothwesten

Galerie Arthur Korbach